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Meringues

Im Kochkunst-Museum in Frankfurt am Main wurde vor dem zweiten Weltkrieg die Quelle der Herkunft der «Meringue» entdeckt. Anhand dieser Unterlagen (die leider im Krieg dann zerstört wurden) ist es eine Tatsache, dass die «Meringue» zum ersten Mal von einem Konditor namens Gasparini um 1600 in Meiringen hergestellt wurde. Er selbst benannte seine neue Schöpfung dann nach dem Ort, in dem er tätig war, und das war Meiringen.

Fortan hiessen die luftigen Eiweissschalen «Meiring» oder in der Mehrzahl «Meiringe». Da sich die neue Gebäckerfindung alsbald auch nach Österreich und Süddeutschland ausbreitete, ergab sich mundartlich dort die Bezeichnung «Meirinken» und «Merinken». In Norddeutschland kam es später zu der Wortschöpfung «Spanischer Wind». In Frankreich wurde der ursprüngliche Taufname im «Meringue» französisiert.

Die Meringue trat ihren Siegeszug durch ganz Europa an und kam sogar bis nach England, wo sie von Königin Elisabeth I. «kiss» genannt wurde. Die Spuren von Gasparinis süsser Gebäckerfindung lassen sich auch bis Frankreich verfolgen, da sie dort gerade in höfischen Kreisen einen wahren Triumph feierte. Die Meringue wurde nämlich in Frankreich dem König Stanislaus Leszczynski (1677-1766) in seiner Residenz in Nancy serviert. König Stanislaus war von 1704-1709 König von Polen gewesen, wurde dann aus seinem Land vertrieben und mit dem Herzogtum Lothringen abgefunden.

Seine Tochter Maria Leszczynski heiratete 1725 König Louis XV. von Frankreich. König Stanislaus also verliebte sich sogleich in die Meringue und liess sich das Rezept dafür geben, welches er sofort auch seiner Tochter an den Königshof senden liess; die Königin und ihr Versailler Hofstaat liessen die Meringue ab diesem Zeitpunkt selber herstellen. Meiringen im Berner Oberland hat also auch in der Back- und Konditorenkunst Geschichte geschrieben. Das, was heute weltweit auch «Baisers» genannt wird, sind eigentlich die Meiringer «Meringues».

Diese eben gemachten Ausführungen wurden von den Verlagshäusern Bertelsmann und Brockhaus, der Firma Brügger AG Meiringen, der Firma André Klein AG Basel (Läckerlihuus), dem Schweizer Hotelierverein und Frau B. Musfeld nachgeforscht und bestätigt.

In Frutals Konditorei und Bäckerei in Meiringen werden täglich die auserwählten und feinen Gebäcke und Süssigkeiten mit viel Sorgfalt und Liebe und nur mit auserlesenem und bestem Rohmaterial hergestellt.